{"id":204,"date":"2011-08-06T10:00:34","date_gmt":"2011-08-06T08:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.asv-luebeck.de\/?p=204"},"modified":"2011-08-06T10:00:34","modified_gmt":"2011-08-06T08:00:34","slug":"sommertoern2011-3-etappe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/asv-luebeck.de\/?p=204","title":{"rendered":"3. Etappe 30.07. &#8211; 06.08.2011 Fredrikstad &#8211; Arendal"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<strong>Crew:<\/strong> Matthias, Henriette, Stephanie, Markus, Christian, Tobias, Jakob (S)<\/p>\n<p><strong>T\u00f6rnstrecke:<\/strong> Fredrikstad (Norwegen) &#8211; Arendal (Norwegen)<\/p>\n<p><strong>Zur\u00fcckgelegte Meilen:<\/strong> 138,1 sm<\/p>\n<h3>Vorbereitung<\/h3>\n<p>F\u00fcr einige von uns begann der Sommert\u00f6rn schon einen Tag fr\u00fcher mit einem Einkaufsmarathon. Henriette und Stephanie trafen sich und zogen bewaffnet mit zwei Einkaufsw\u00e4gen durch dessen Regalreihen, um das Notwendige an Lebens- und Genussmitteln f\u00fcr 7 hungrige Segler zu besorgen. Voll bepackt mit guten Sachen machten wir uns auf den Weg zum \u201eReiseheadquarter\u201c in der Glockengie\u00dferstra\u00dfe.<!--more--><\/p>\n<h3>Samstag, 30.07.2011<\/h3>\n<p>Der Abreisetag begann f\u00fcr Jakob, Henriette, Markus und Stephanie wie ausgemacht um 5:00 am \u201eReiseheadquarter\u201c. Dort wartete bereits der gemietete und inzwischen vollgeladene Minivan auf uns. Recht z\u00fcgig kamen wir los und sammelten Tobias und Christian in der n\u00e4heren Umgebung auf. \u00dcber die Vogelfluglinie ging es via D\u00e4nemark und Schweden nach Norwegen wo wir gegen 16:00 endlich unseren \u00dcbernahmehafen Fredrikstad Kr\u00e5ker\u00f8y B\u00e5tforening erreichten. Freudig wurden wir von der Vorg\u00e4ngercrew empfangen und es schloss sich ein quirliges Hin und Her an Lebensmittel und pers\u00f6nlichen Gep\u00e4ckst\u00fccke an, w\u00e4hrend die Skipper die \u00dcbergabe erledigten. W\u00e4hrend der gesamten Zeit wurden wir im Hintergrund von den wabernden B\u00e4ssen unz\u00e4hliger abwechselnd spieldender Livebands unterhalten. Wie sich bald herausstellte, fand an diesem Wochenende auf der an der gegen\u00fcberliegenden Flussseite gelegenen mittelalterlichen Burganlage ein Heavy-Metal Festival statt. Gegen 18:30 traf unser letztes Crewmitglied Matthias aus Innsbruck ein, der mit dem Flieger von Oslo aus mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln die letzten Kilometer zum \u00dcbernahmepunkt zur\u00fcck legte. Nun konnten wir auch die Kojenaufteilung und die Ankunft zusammen begie\u00dfen und das Abendessen planen. Es sollte Chili con\/sin carne geben, wof\u00fcr ein Einkaufsauftrag f\u00fcr gemischtes Hackfleisch und \u201eK\u00fchlerdicht\u201c im \u00f6rtlichen Supermarkt an Markus, Tobias und Matthias erteilt wurde. Wie wir nach deren R\u00fcckkehr erfuhren, war dies aber auch auf Grund mangelhafter Norwegischkenntnisse nicht ganz so einfach \u2013 es sollte nicht unser einziges Sprachproblem bleiben ;-). Dem Fleisch war leider nicht anzusehen, ob es einmal Schwein oder Rind gewesen war und die Verk\u00e4uferin wusste es leider auch nicht. Aber das tat dem Geschmack des letzten Endes gekauften Hackfleisches keinen Abbruch; das Essen schmeckte uns allen sehr sehr gut. Ohne Worte wurde unter uns bereits ab diesem Tag ein f\u00fcr alle verbindliches Gebot eingef\u00fchrt, das bis zum Schluss Bestand hatte. Wer nicht (mit-)gekocht hat, sp\u00fclt ab!<\/p>\n<p>\u2026und so machten einige von uns Bekanntschaft mit dem Hafenmeister von Kr\u00e5ker\u00f8y B\u00e5tforening, der nach etwas \u00dcberzeugungsarbeit dann auch gn\u00e4digst das Absp\u00fclen im Hafenhaus erlaubte.<\/p>\n<h3>Sonntag, 31.07.2011<\/h3>\n<p>Unseren ersten Segeltag starteten die ersten von uns um 8:00 mit strahlend blauem Himmel aber leider ziemlich wenig Wind. Nachdem wir alle vom Duft frisch gebr\u00fchten Kaffees aus unseren Kojen gelockt wurden und uns unter Deck f\u00fcr den anstehenden Segeltag gest\u00e4rkt hatten, plante Jakob die anstehende Etappe mit uns. Es sollte von Fredrikstad in Richtung der Insel Tj\u00f8me (bei Vrengen) gehen. Unter Motor folgten wir um 10:00 dem Strom des Flusses und die Sonne stand schon hoch am Himmel als wir den Oslofjord querten. Zwischenzeitlich versuchten wir segelnd Strecke zu machen, aber ohne Erfolg. Der Wind lie\u00df uns im Stich. Ohne schattenspendende Segel hie\u00df das leider f\u00fcr uns: Schwitzen und den Ruderg\u00e4nger abl\u00f6sen um diesen nicht einem Sonnenstich auszusetzen. Wir drosselten f\u00fcr ein Weilchen den Motor um uns Abk\u00fchlung beim Fenderreiten zu schaffen. Unter uns waren zu diesem Zeitpunkt 88m Wassertiefe \u2013 ein komisches Gef\u00fchl. Tobias, Markus, Matthias und Christian mussten dabei feststellen, dass es ab einer Geschwindigkeit von 4 Knoten unm\u00f6glich ist, sich an einem Fender festzuhalten, um sich durchs Wasser ziehen zu lassen. Nach dieser Abk\u00fchlung kam endlich etwas Wind auf und wir segelten unserem ersten Ankerpunkt an einer ideal geformten Schere bei der Insel Tj\u00f8me entgegen. Unter gro\u00dfem \u201eAha\u201c und \u201eOho\u201c erkl\u00e4rte uns Skipper Jakob das Man\u00f6ver zum Ankern an einer Sch\u00e4re. Alle Aufgaben wurden verteilt und gegen 16:00 lagen wir mit Heckanker und Sch\u00e4renhaken vom Bug aus an der Sch\u00e4re. Bei unserem ersten Sch\u00e4renlandgang fanden wir einen verlassenen Kinderwagen auf der Sch\u00e4re, der keinem zu geh\u00f6ren schien. Dar\u00fcber hinaus hatten wir die Sch\u00e4re nicht f\u00fcr uns alleine. Die gesch\u00fctzteren Ankerpl\u00e4tze an der Leeseite der Sch\u00e4re waren noch von norwegischen Tagesausfl\u00fcglern mit Motor-\/Segelyachten belegt. Es war jedoch abzusehen, dass der ein oder andere Ankerplatz dort noch frei werden w\u00fcrde und so genossen wir bei einem Anlegerbierchen erst einmal die Abendstimmung und die auf der Nachbarinsel spielende Liveband. Nicht jeder von uns wollte sich aber mit diesem Tagesausklang zu Frieden geben und so wurde \u201eWilli\u201c, das altersschwache Dingie, von Matthias und Tobias aufgepumpt und zu Wasser gelassen. Vorne pumpend und hinten rudernd erkundeten die beiden die n\u00e4here Umgebung. Nach deren Expeditionsr\u00fcckkehr k\u00fcmmerte sich der eine Teil der Crew um die Vorbereitungen f\u00fcr das bevorstehende Barbeque auf der Sch\u00e4re, w\u00e4hrend die restliche Crew\/Skipper die Wiking VII gegen Abend an ihren Ankerplatz f\u00fcr die Nacht auf der Leeseite verholte. Bei W\u00fcrstchen, Fleisch, Knoblauchbaguette, Schafsk\u00e4seschiffchen, buntem Salat, Bier, Wein und angeregten Gespr\u00e4chen genossen wir den Sonnenuntergang. M\u00fcde von der vielen frischen Luft und dem guten Essen lie\u00dfen wir uns in unsere Kojen fallen\u2026<\/p>\n<h3>Montag, 01.08.2011<\/h3>\n<p>Der n\u00e4chste etwas neblige Morgen begann f\u00fcr einige von uns mit einem erfrischenden Bad im klaren Wasser des Kattegats. Der sich einstellende Tag empfing uns dann aber so wie er uns verabschiedet hatte, mit blauem Himmel und Sonnenschein. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, der Morgentoilette und der Etappenplanung ging es unter Motor entlang an Sch\u00e4ren mit liebevoll gepflegten H\u00e4usern und G\u00e4rten und einem halbversunkenen Schiffswrack aus Beton von Tj\u00f8me nach N\u00f8tter\u00f8y durch einen schmalen Sund. Die heutige Etappe sollte uns westlich durch das Sch\u00e4renmeer bis Larvik bringen. Da wir auch bisher keine Segel gesetzt hatten, versuchten wir unser Gl\u00fcck beim Angeln. Zwei Angelrouten wurden f\u00fcr den Makrelenfang vorbereitet und achtern ausgeworfen. Nach circa zwei Stunden und erheblichen R\u00fcckschl\u00e4gen, hatten wir tats\u00e4chlich vier Makrelen gefangen. Die sollte es heute Abend frisch vom Grill geben. Zu unserem bedauern war die von uns ausgesuchte, wundersch\u00f6ne Ankerbucht Malm\u00f8ya n\u00e4he Larvik von privaten Scheren umgeben, so dass wir dort nicht an Land gehen konnten.<\/p>\n<p>Erneut machte sich unsere Expeditionscrew pumpend und rudernd mit \u201eWilli\u201c auf den Weg \u201eneues Land\u201c und eventuell ein Toilettenh\u00e4uschen auf der anderen Sundseite zu erkunden. Derweilen rettete Christian kopf\u00fcber im Wasser h\u00e4ngend unter Einsatz seines Lebens eine W\u00e4scheklammer, die von Deck gefallen war. Diese W\u00e4scheklammer war allerdings so freiheitsliebend, dass sie beim anschlie\u00dfenden Grillen gleich nochmals aus dem Wasser gezogen werden musste. Auf einer patentw\u00fcrdigen Badeleitergrillkonstruktion bereiteten wir unsere selbst gefangenen Makrelen und anderes Grillgut zu. Hmm, lecker\u2026. . Die Nacht \u00fcber lagen wir in einem Kreis von Scheren mit GPS Ankerwarner vor Anker.<\/p>\n<h3>Dienstag, 02.08.2011<\/h3>\n<p>Als wir am n\u00e4chsten Morgen unsere K\u00f6pfe an die frische Luft streckten, war abzusehen, dass uns der bevorstehende Tag mehr Wind bringen w\u00fcrde als die vorherigen. Jakob nutzte dies, um eine sch\u00f6ne Etappe bis Krager\u00f8 auszusuchen. Vor uns w\u00fcrde zum ersten Mal ein richtiger Segeltag liegen mit viel segeln und wenig motoren. Gegen mittag segelten wir von der offenen Seeseite kommend auf den schmalen Lang\u00e5rsund zu, dessen Einfahrt durch eine enge L\u00fccke in der bewaldeten Felsregion, die Helms Klamm, erst aus n\u00e4chster N\u00e4he als solche zu erkennen war. Jakob verteilte alle Positionen und unter Segel und mit beachtlichem Wind und Geschwindigkeit durchschnitten wir den gr\u00f6\u00dften Teil des bewaldeten Windkanals, was uns bei dem starken Motoryachtverkehr in der engen Wasserstra\u00dfe erh\u00f6hte Aufmerksamkeit abn\u00f6tigte. Sp\u00e4testens bei diesen gelungenen Man\u00f6vern bemerkten wir, dass die letzten zwei Tage aus uns bereits ein Team geformt hatten. Da wir durch den sehr g\u00fcnstig stehenden Wind den Stadthafen unseres Tagesziels Krager\u00f8 fr\u00fcher als geplant erreichten, entschlossen wir uns dort nur einen kurzen Zwischenstopp einzulegen und das ideale Segelwetter anschlie\u00dfend f\u00fcr weitere Stunden auf dem Wasser zu nutzen. In dem vollen Hafen parkten wir Viking VII in einer etwas zu kleinen Box neben einer kleineren Bavaria, dessen Besitzer wir dann auch prompt beim Ablegen helfen mussten, denn wie sich herausstellte, hatten wir ihn \u201eeingeparkt\u201c und fest gekeilt. Wir tankten kurz Frischwasser und Landstrom auf, tranken Kaffee und a\u00dfen an Deck Kuchen und kauften f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage in der Innenstadt ein. Bei der Einkaufstour zum \u00f6rtlichen Supermarkt wurden wir dann vor dem Rathaus an den gerade mal eine Woche zur\u00fcckliegenden Amoklauf eines Norwegers in einem Ferienfreizeitlager auf einer Osloer Insel erinnert. Dort hatten Einheimische hunderte von Blumen und Botschaften an einem Gedenkstein abgelegt. Wir waren in diesem Moment gefangen von den entsetzlichen Taten eines Einzelnen.<\/p>\n<p>Von Krager\u00f8 aus ging es weiter nach Fengesholmen. An einer gro\u00dfen Sch\u00e4re legten wir mit Heckanker und Sch\u00e4renhaken am Bug an, nachdem das Expeditionsteam mit Willi zuvor die Wassertiefe und den Felsabriss unter Wasser ausgelotet hatte. Bei unserem Landgang entdeckten wir auf der Sch\u00e4re ein Doppelsitzertoilettenh\u00e4uschen, eine traumhafte Aussicht und um die Warde herum vier halbscheue Insulanerschafe. Entdeckungsreisen machen hungrig, so dass wir umgehend ein vorz\u00fcgliches Thai Curry auf den Tisch zauberten und anschlie\u00dfend eine Musiksession auf Deck veranstalteten.<\/p>\n<h3>Mittwoch, 03.08.11<\/h3>\n<p>Als wir am Mittwoch aufwachten, erwartete uns wieder ein strahlend sonniger Tag. Gem\u00fctlich machten wir das Schiff klar. Noch war kaum Wind. Gegen 10 Uhr setzte dann eine leichte Brise ein, die zu einem richtig sch\u00f6nen Segelwind wurde.<\/p>\n<p>Weiter ging die Fahrt Richtung Westen. Auf offenem Meer \u00fcbten wir mehrere Boje \u00fcber Bord Man\u00f6ver. Das Gef\u00fchl, dass man auch ein \u00fcber 13 m langes Schiff unter Segel schnell wenden und wieder zur\u00fcck an einen markierten Ort bringen kann ist sehr angenehm.<\/p>\n<p>Nachmittags kamen wir an die Sch\u00e4re Asker\u00f8ya. Auf schmalen Wasserstra\u00dfen tasteten wir uns in eine sch\u00f6ne Gasse zwischen steilen W\u00e4nden. Geleitet wurden wir von netten norwegischen Familienv\u00e4tern die uns auf Deutsch zuriefen wo wir fahren und dann fest machen sollen. Hat der Adenauer doch was Gutes. Mitten zwischen den Familien wird unseren Damen angeboten, ob sie nicht eines der Kinder gegen ein Bier tauschen wollen, aufs erste scheitert der Deal.<\/p>\n<p>Die steile Felswand heckseitig unseres Schiffes l\u00e4dt zum Klettern ein. Die Wand ist nicht ganz einfach aber nach verbissenem K\u00e4mpfen kann man sich ersch\u00f6pft ins tiefe Wasser fallen lassen.Da unsere Bord Batterie mit \u00e4u\u00dferst wenig Wasser ausgestattet ist und destilliertes Wasser zu einer Seltenheit in Norwegen geh\u00f6rt, ist unser Stromvorrat \u00e4u\u00dferst gering. So sparen wir m\u00f6glichst viel Strom und verlegen unsere Lebensmittel in einen energielosen aber nassen K\u00fchlschrank etwa 6m unter dem Schiff.<\/p>\n<p>Bevor wir nach gutem Essen und sch\u00f6nem Spiel in die Kojen fallen, besuchen uns noch kleine norwegische M\u00e4dchen, die uns aus ihrer Tiefk\u00fchltruhe auf einem kleinen Motorboot heraus Eis verkaufen. Wir genie\u00dfen den Service, den uns diese Kinderarbeit beschert.<\/p>\n<h3>Donnerstag, 04.08.11<\/h3>\n<p>Beim fr\u00fchmorgendlichen Schwimmen um unser Boot f\u00e4llt auf, dass unser Nachbar auch schon wach ist. M\u00f6glichst leise macht er seine Segelyacht klar zum Ablegen. Fl\u00fcsternd verr\u00e4t er uns, dass seine Frau und seine Kinder noch schlafen, er f\u00e4hrt sie jetzt zur\u00fcck in den Hafen, l\u00e4sst sie weiter schlafen und geht selber in die Arbeit. Leichter Neid \u00fcber den Lebensstil der segelnden Norweger kommt auf.<\/p>\n<p>Das herrliche Wetter h\u00e4lt an. Nach einem guten Fr\u00fchst\u00fcck und wunderbarem Segelwind fuhren wir an unserem eigentlichen Ziel Arendal vorbei. Endlich gute 8 kn bei 4 bis 5 Windst\u00e4rken zu segeln machten mehr Spa\u00df als zu fr\u00fch im Hafen zu sein. Auch bei dem jetzt etwas st\u00e4rkeren Seegang \u00fcbten wir ein gutes und schnelles Boje \u00fcber Bord Man\u00f6ver. Die Sonne zieht sich zur\u00fcck und es wird etwas grauer und feuchter. Das erste Mal im \u00d6lzeug kommen wir in Fevik an. Uns erwartet eine ausgestorbene Stadt mit einem ausgestorbenen Hafen ohne Hafenmeister. Mit M\u00fch und Not finden wir einen Liegeplatz in dem wir mit unserem Tiefgang ruhigen Gewissens liegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Grund \u00fcberhaupt in einen Hafen und nicht an einer Sch\u00e4re zu bleiben war, dass wir mal wieder einkaufen gehen mussten. Eine kurze Gehstrecke entfernt findet sich oberhalb des Hafens ein gr\u00f6\u00dferer Supermarkt. Hier trifft man auch auf einige Menschen aber leider scheitert auch hier unser vorhaben destilliertes Wasser zu kaufen.<\/p>\n<p>Es beginnt etwas st\u00e4rker zu regnen und wir machen uns einen gem\u00fctlichen Abend unter Deck. Eines unserer Crew Mitglieder verschwindet pl\u00f6tzlich und kommt nach Stunden ohne richtige Erkl\u00e4rung daf\u00fcr in v\u00f6llig durchn\u00e4ssten Kleidern zur\u00fcck auf das Schiff. Nun, in dieser Geisterstadt w\u00fcrden wir auch von anderen nicht erfahren was da wohl passiert ist.<\/p>\n<h3>Freitag, 05.08.11<\/h3>\n<p>Der einzige Vorteil des leeren Fevik ist der ebenfalls \u00e4u\u00dferst ausgestorbene Campingplatz in der N\u00e4he des Hafens.Morgens gehen wir an dem dortigen Strand schwimmen und danach in der hei\u00dfen Dusche des Platzes fremdduschen. Keinen einzigen Menschen zu treffen kann auch was Gutes haben. Im Regen legen wir ab, wir werden Fevik nicht nachtrauern. Die Wetterverschlechterung bringt immerhin frischeren Wind mit sich. Zwischen den Inseln und Tonnen vor Fevik brechen wir unseren Geschwindigkeitsrekord und das erste und einzige Mal auf dem T\u00f6rn reffen wir das Gro\u00dfsegel.<\/p>\n<p>Schnell geht es weiter durch die sch\u00f6nen Buchten nach Arendal. Bei Starkregen suchen wir uns einen geeigneten Liegeplatz und landen genau vorm historischen Rathaus im Zentrum der Stadt.Wir schauen uns die Stadt an und besuchen einen Konditor, bei leichtem Regen gibt es Kaffee und Kuchen auf unserem gem\u00fctlichen Schiff.Der Nachmittag geht flie\u00dfend ins Kochen und Abendessen \u00fcber.<\/p>\n<p>Obwohl wir ein bunt zusammen gew\u00fcrfelter Haufen waren, haben wir zueinander gefunden und uns kommt es so vor, als seien wir schon viel l\u00e4nger als die eine Woche unterwegs. Wie traurig, dass Arendal unser Ziel ist und wir den kommenden Tag mehr im Auto als auf dem Schiff verbringen werden.<\/p>\n<h3>Samstag, 06.08.11<\/h3>\n<p>Der Morgen empf\u00e4ngt uns mit: Sonne! Wie angenehm f\u00fcr uns. So k\u00f6nnen wir in Ruhe unsere nassen Klamotten trocknen und das ganze Schiff auf den Kopf stellen um es gr\u00fcndlich zu reinigen.<\/p>\n<p>In null Komma nichts schaut es um unseren Anlegeplatz aus wie auf einem Segelflohmarkt. Als totale Landratte hat Matthias die gro\u00dfe Freude das erste Mal in einen Mast hochgezogen zu werden. Die Splinte sind zu kontrollieren, aber die Sicht von oben auf das Schiff und auf die Mannschaft w\u00e4re die Aktion auch so wert gewesen.<\/p>\n<p>Beim etwas \u00fcbermotivierten Reinigen des Decks mit dem starken Wasserschlauch des G\u00e4stehafens \u00fcbersehen wir leider, dass noch eine Luke offen steht.<\/p>\n<p>Tobi, der einzige von uns, der noch eine Woche weiter segelt, hat nun leider einen nassen Schlafsack und eine nasse Matratze. Er wird die kommenden Tage noch an uns Profi-Putzer denken m\u00fcssen\u2026Gegen vier Uhr kommt unsere Nachfolge Crew an. Das gro\u00dfe Umpacken beginnt. Unser ganzes Zeug in den Mietwagen und das neue Gep\u00e4ck aufs Schiff. Und m\u00f6glichst nichts durcheinander bringen.<\/p>\n<p>Die schiere Menge an Vorr\u00e4ten die unsere Nachfolgecrew irgendwo an Bord verstaut imponiert uns.Etwas traurig nun nicht mit Wiking weiter segeln zu k\u00f6nnen, steigen wir in den Bus und fahren Richtung Horten. Von dort mit der F\u00e4hre nach Moss.<\/p>\n<p>In Moss wird Matthias in den Zug nach Oslo gesetzt, er fliegt von dort in den S\u00fcden. Der Rest macht sich auf die lange Heimreise und kommt m\u00fcde aber heil um 6 Uhr morgens in L\u00fcbeck an.<\/p>\n<p>Matthias und Stephanie\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Crew: Matthias, Henriette, Stephanie, Markus, Christian, Tobias, Jakob (S) T\u00f6rnstrecke: Fredrikstad (Norwegen) &#8211; Arendal (Norwegen) Zur\u00fcckgelegte Meilen: 138,1 sm Vorbereitung F\u00fcr einige von uns begann der Sommert\u00f6rn schon einen Tag fr\u00fcher mit einem Einkaufsmarathon. 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